Sonntag, 11. März 2012

Fazit

Etwas verspätet noch ein Nachwort :P


Wir sind übrigens gut zu Hause angekommen. Der Flug mit Air Berlin von Montego Bay nach Düsseldorf war lang (~9.5 Std.) aber kurzweilig.
Dank einer Flughafenmitarbeiterin in Montego Bay, die die Kofferwaage nicht ganz genau genommen hat und einer riesigen neuen Handgepäcktasche mussten wir diesmal keine Extra-Gebühren zahlen :)

Das Tolle am Reise-Blog schreiben ist, dass man hinterher die häufig vorkommende Frage "Und - wie war, alta?!" mit "Lies doch nach, man" beantworten kann.

Neue Orte und Menschen kennenlernen ist immer eine spannende Sache und ich kann mich nicht erinnern mal eine "schlechte" Reise unternommen zu haben. (Allerdings einige Autoreisen als Kind bei denen mir schlecht wurde :P)

Eins, zwei, drei im Sauseschritt
Läuft die Zeit, wir laufen mit,
Schaffen, schuften, werden älter,
Träger, müder und auch kälter.
Bis auf einmal man erkennt,
Daß das Leben geht zu End!
Viel zu spät begreifen viele
Die versäumten Lebensziele:
Freude, Schönheit der Natur,
Gesundheit, Reisen und Kultur,
Drum Mensch, sei zeitig weise!
Höchste Zeit ist's: 
Reisereise!
Wilhelm Busch

Wir werden wahrscheinlich auch noch ne Zeit der Verarbeitung benötigen, aber ich kann jetzt schon sagen, dass auch diese Reise kein Reinfall war ;)

So ganz spontan kann ich jetzt, knappe 2 Wochen später, gar nicht mehr sagen, was wir in NY alles gesehen haben und dennoch war es wahrscheinlich nur ein Bruchteil von dem was die Stadt zu bieten hat. Im Grunde haben wir nur an Manhattans Oberfläche gekratzt (und die Unterfläche zum Transfer benutzt :) )
Aber das was wir gesehen und erlebt haben in den 4,5 Tagen war schon super. Die ganzen Lieder und Filme die in New York spielen haben jetzt ein "Gesicht" und ich freu mich schon King Kong, Ghostbusters und die Bill Cosby Show zu gucken und "guck ma, da warn wa" zu sagen :P

In New York haben wir ein Cafe gesehen mit den Namen „Negril“ -  um mal so schlecht wie ein Radiomoderator die Brücke zu unsern zweiten Reiseziel zu schlagen.

Zwischen dem Dach des Rockefeller Centers und einem lauten Taxibus auf der Küstenstraße von Montego Bay nach Negril lagen nur ein paar Stunden und gar nicht so viele hundert Meilen, aber trotzdem Welten :)

Vor allem in der ersten Woche im Bananas Garden und durch die Touren mit Johnmaica haben wir für einen nicht mal 2 Wochen langen Aufenthalt viel von Jamaica mitgekriegt.
Bei den langen Fahrten über die Insel im Johnmaica Bus habe ich kein Auge zugemacht und versucht, alles aufzusaugen. Wer weiß, wann man nochmal da ist :)

Jamaica ist eine tolle Insel - grün, sonnig und mit bunten Menschen in jeder Hinsicht.

Out of Many, One People“ (jamaikanischer Wahlspruch)

Danke fürs Mitlesen - bis zur nächsten Reise.

Danke an WernErika für diese Reise und an die Katzensitter fürs Helgakümmern.

JaMan!

I u R





Donnerstag, 1. März 2012

Zurück

Wir sind gut angekommen.
Nach dem Jetlag kommt bestimmt noch ein Post und ein paar Bilder.

Danke für ihre Aufmerksamkeit. :P

IuR

Hier schon mal ein bearbeitetes Bild:







Montag, 27. Februar 2012

Dunn's River und Bobs Mausoleum

Gestern waren wir auf der dritten und letzten Tour mit Anita und John. Zudem war es mit Abstand die längste, da wir die Küste lang 2 Stunden lang bis nach Ocho Rios und von dort noch mal ungefähr 1 Stunde durch Berglandschaften auf ziemlich wilden Straßen 30 km nach Nine Mile, dem Ort an dem Bob Marley geboren wurde und ein-mausoliert ist, gefahren sind.
Das Dorf Nine Mile scheint ziemlich arm zu sein und so wird laut Anita der Zaun um das Gelände immer höher, damit die Besucher ihr Geld für Bob Marley Shirts und nicht für die Dorfjugend ausgeben. Die versucht durch ein kleines Loch in der Mauer ihre Reggae Zigaretten anzubieten oder will, dass man an einem Stock der durch oder über die Mauer herguckt "one dolla" steckt.
Jede Gruppe kriegt am Anfang (bzw. nach dem ersten Souvenir Shop) einen (meist durchgeknallten) Rasta-Guide zugewiesen der dann über das Gelände führt. Wir hatten einen gemütlichen dicken der zwischendurch auch mal ein paar Zeilen vom Bob zum Besten gab. 
Die Hütte in der Bob seine ersten Lebensjahre verbracht hat steht da oben noch wurde irgendwann durch ein kleines Massivhaus ersetzt und drumherum ist eine kleine Pilgerstätte für Marley Anhänger gebaut worden. In der Hütte gibt es sein "Single Bed" wie er es in "Is this Love" besingt ("We'll share the shelter of my single bed"...)

Neben der Hütte ist seit 2008 ein Mausoleum in dem seine Mum, Cedella untergebracht ist. Und daneben das Mausoleum wo Bob selber mit einem seiner Brüder liegt. Bob, sein Bruder und seine Mutter sind alle in Miami gestorben. Wir sollten dann raten in welche Stadt unser Guide niemals fahren wird...:)


Draussen ist dann noch ein bunt angemalter Felsen auf den Bob gerne seinen Kopf gelegt hat und in die Berge guckend meditiert und Texte geschrieben hat ("Rock was my pillow").


Insgesamt ein bisschen aufgeplustert das Ganze, aber als Reggae- und Bob-Fan schön mal da gewesen zu sein. Und hier war die Fahrt selber auch wieder ein Erlebnis. Es ging im Schneckentempo durch die Schlaglochpisten und so konnte man links und rechts viele Eindrücke von der grünen Berglandschaft sammeln und in seinem Gehirn und SD Karte mit nach Hause nehmen.


"Bob - you did a great job"

Für das Mittagessen nach der Nine Mile Tour hatte Anita wieder ein nettes Restaurant mit Meerblick ausgesucht und es gab verschiedene Tiere mit buntem Gemüse.


Als letztes fuhren wir dann weiter nach Dunn's River, das ist DIE Attraktion in Jamaica laut diverser Reiseführer, war schon James Bond Kulisse und ist sogar auf dem 100 Jamaican Dollar Schein abgebildet.
Man klettert einige Hundert Meter einen Fluss hoch der unten im Meer endet...Das ganze ist schwer zu beschreiben ohne dass es sich so anhört wie die anderen Wasserfälle bei denen wir waren. War aber ganz anders :P  Guckt Fotos.


Jetzt haben wir noch knappe 2 Tage am Strand. Heute regnet es.


Wir wünschen wat.


I u R


Feuerchen am Strand





Hier kam Columbus 1494 an.

Fenster zur Realität im Bob Marley "Park"



Angela Merkels jamaikanischer Halbbruder

Rechts das "Single Bed". Der Rasta machte das Foto mit den Worten "Make love to her now"







Freitag, 24. Februar 2012

Neue Unterkunft

Nach dem Abschieds-Dinner von und mit Opal sind wir seit Gestern (Donnerstag)  im "Sunset at the Palms" untergebracht. Das ist ein All-Inclusive auf der anderen Seite von Negril, am Strand. So konnten wir nach über einer Woche in Jamaica auch endlich mal in der Karibischen See planschen.
Die Anlage ist ansich ähnlich dem Bananas Garden: Ein Garten mit Holzhütten. Hier alles nur ein bisschen größer, geordneter und gehobener und halt nicht so familiär wie im Bananas Garden mit seinen 5 Hütten :)
Unsere Hütte steht auf Stelzen und ist mit dunklem Holz ausgestattet.  Von den ganzen All-Inclu Anlagen in Negril soll das Sunset noch am "natürlichsten" sein hatte uns Nicole vom Bananas vorher gesagt. Hier stehen auch teilweise richtige Bettenburgen wie auf Malle.  Allerdings gibt es hier ein Gesetz, dass ein Hotel nicht höher gebaut werden darf als die höchste Palme am Strand :D

Heute Vormittag waren wir zum zweiten Mal mit Anita und John von Johnmaica unterwegs. Es war ein Halbtagesausflug zu den "Mayfield Falls". Die Fahrt dahin dauerte ca. 1.5 Stunden, wobei wir in der letzten Stunde ganze 25km geschafft haben, denn es ging über ziemlich raue Pisten wieder mal grüne Hügel hoch.
Ausser Johnmaica fahren nicht mehr viele Tourenanbieter dort hin, weil z.B. große Reisebusse gar nicht mehr da hoch kommen. So waren wir so ziemlich für uns.
Wir unternahmen dann mit 2 Guides zunächst eine kleine Busch- und dann eine Flusswanderung im Mayfield Fluß. Es gibt immer wieder kleine Naturpools, Stellen zum Arschbombe machen und Felstunnel tauchen. Fotos davon sind nur auf unserer wasserfesten Analog-Kamera von Walgreens in New York.
Das Wasser ist sehr mineralhaltig und soll jünger machen.  Ich sah anschließend 10 Jahre jünger aus, was aber auch am derzeit nicht vorhandenen Bart liegen könnte :)

Dann gings wieder zurück. Die Fahrten durchs Hinterland sind immer sehr interessant und bei den 20 km/h am Anfgang sieht man auch richtig viel vom Jamaika und seinen Leuten.

Sonntag machen wir noch eine Johnmaica Tour. Nach Ocho Rios, Dunn's River und sicherlich ein Highlight: Nine Mile, Bob Marley's Geburts- und Grabstätte.

Gruß nach Hause

One Love

I u R

Opal kocht für uns


Szene am Straßenrand - Big Mummas

endlich Strand


Jamaikanischer Helga Ersatz



Mittwoch, 22. Februar 2012

Johnmaica#1


Nachdem der Montag entpannt an unserer Hütte vorbeizog stand Gestern, am Dienstag die erste von drei Touren mit Johnmaica an die wir schon vorab gebucht hatten. Ein deutsch-jamaikanisches Paar, Anita und John, holten uns schon um halb acht an den Toren des Banana Gates mit ihrem Toyota Minibus ab.
Von Hotels am 7-Miles-Beach holten wir noch ein paar Schweizer Pauschaltouristen und 1 junges Mannheimer Paar  ab und fuhrn dann über Landstraßen zunächst ganz kurz beim Geburts- und Begräbnis-Ort von Peter Tosh vorbei welches auf dem Weg lag. Soll sich wohl nicht lohnen reinzugehen. Es hängen ein paar Schallplatten und Cannabis an der Wand und Peters Mutter, die dort noch wohnt, erzählt wie schlecht es ihr geht, trotz des Weltruhms ihres Sohnes. Also nur kurz halten, knippsen und weiter.zum ersten Ziel, den YS-Wasserfällen.Die sind auf einem riesigen Privatgelände (das ursprünglich mal 2 Engländern mit den Initialien Y und S gehörte) mit großen hügeligen Wiesen auf denen Rinder zwischen Urwaldbäumen grasten die sogar die Schweizer beindrucken konnten :P  Das waren Meat-Cows. Frage mich woraus andere Rinder bestehen.
Der Johnmaica Bus musste am Eingang abgestellt werden und dann wurden wir, als eine der ersten Besuchergruppen mit einem Hänger der an einem Traktor hing zur Ecke gefahren wo die Wasserfälle sind. Eine Parkanlage mit englisch geschnittenen Rasen, Picnic Bänken und Naturwasser Pools luden Touristen aus aller Welt zu Fotoorgien ein :D
Die Fälle selber konnte man an Holztreppen und Stegen hochlaufen. Zwischen den einzelnen kleinen Fällen waren dunkel blaue Naturpools in denen man planschen konnte. Die Stunde Freiheit die uns Anita erlaubte (^^) reichte aus,und schließlich hatten wir noch Meter zu machen.
Die nächste Station versprach ungenierten Rausch am Vormittag, es ging Serpentinenartig über Buschberge zur Appleton Rumfabrik. Die liegt da, um immer frisches Wasser von den Buschbergquellen vor der Tür zu haben.  Damit das auch lustig wird, gab es von John an der Theke erstmal einen Rumpunsch  für jeden. Ja Man. Bei einer kleinen Führung durchs Gelände, Fabrik und Lagerhallen wurden die einzelnen Rumherstellungsvorgänge, vom Zuckerrohr bis zum gereiften Rum erklärt.
Am Ende konnten wir uns dann noch durch das bunte Sortiment die Appleton anbietet durchprobieren. Es gibt einen ungelagerten, hochprozentigen der in jeder Hütte in Jamaika zu finden ist und nur "Da Doctor" genannt wird. Damit kann man Mückenstiche kühlen, Schnupfnasen befreien und wahrscheinlich auch Schmerz stillen, von innen.

Nach der rundum runden Rumführung rund um die Rumfabrik fuhr der Johnmaica Van weiter, die hügeligen Buschberge wieder runter zur (Süd)küste bis nach Black River. Dort gab es Mittag und anschließend, nachdem
John und Anita in Windeseile die Essensreste ("für die Hunde") zusammengeklaubt hatten, eine Alligagtorsafari auf dem Black River River. Der heißt so wegen des torfartigen Bodens, der den Fluß ziemlich dunkel erscheinen lässt.
Der Captain kannte jeden Kroko mit Namen (Hermann the German, Philip, Josephine...) und wußte genau wer wo wann rumhängt. An einer Stelle ging Captain C kurz schwimmem, weil da kein Krokodil sein Revier hat, hoffte er.  Anita hat erzählt, dass mal eine Frau in der Rumfabrik zuvor reichlich zugelangt hatte und dann große Lust hatte direkt bei den Krokodilen schwimmen zu gehen. Just for fun.

Die Rückfahrt ging teilweise durch die Bamboo Avenue, eine 3km lange Allee mit riesigen Bambusgewächsen links und rechts. Ansonsten viele kleine Holzhütten-Dörfer, dazwischen immer wieder mal Villenartige Häuser, überall Straßenverkäufer. Anita erzählte eine Geschichte, in der eine Dame sich fürchterliche darüber aufregte, dass doch überall direkt an der Straße Drogen verkauft würden...diese Drogen, stellte sich dann nach weiterer Nachfrege heraus, waren Peanuts, die der Peanutmann in kleinen Portionen (Tütchen) verkauft. Ob diese Dame die gleiche war, die mit Krokodilen schwimmen wollte, blieb ungeklärt...

Morgen ziehen wir um zum nächsten Hotel und zum Abschied gibt es heute Abend Jamaikanisches von Opal in der Banana Garden Küche gekocht.

Bis dahin.

I u R




Montag, 20. Februar 2012

17.-19.02.2012 - Negril West End


Ja Man! Die letzten 3 Tage, also Freitag, Samstag und Sonntag haben wir ziemlich entspannt und bewegungslos an und um unsere(r) Holzhütte im Bananas Garden verbracht. Schließlich mussten wir von den hektischen Tagen in New York erstmal runterkommen. Ist auch ein ordentlicher Kulturschuck gewesen, von einer der wuseligsten Städte der USA hier her zu kommen.

Aber Bed&Breakfast heißt nunmal auch Bed aber No Lunch&Dinner also haben nwir uns im Wise Choice "Supermarkt", in dem wir meistens die einzigen Whiteys sind, mit Zutaten für unsern Campingkocher versorgt, oder wir haben was aus/bei einer der nahegelegenden Bars, Restaurants und Jerk Chicken Stände (Holzhütten mit Ölfassgrills) geholt/gegessen.

Der Weg zum Wise Choice Grocery Markt ist schon immer ein kleines lustiges Abenteuer. Man macht immer mindestens 3 neue Freunde, die was zu essen, Musik, Getränke oder sonst was in ihrer Hütte oder Hosentasche anzubieten haben. Der Hinweis aus den Reiseführern freundlich abzulehnen klappt seit dem Armband Rasta vom ersten Tag auch gut. Ein anderer Hinweis war auch auf keinen Fall ignorierend vorbei zu gehen - no disrespect man. Also mit jeden ein kleines Schwätzchen halten. Meistens wollen sie dann noch ein Faust auf Faust Handschlag "Big up. Bless. Later Mon" und ggf. noch den Namen oder so was wissen z.B: "Where are you guys from?" "we're from Germany (man)"  "Ahh, Olles kloar, mon?!"
Das ist aber alles eher interessant (v.a. das Patois) als lästig gewesen bisher. Der Jamaikaner ansich ist ein stolzes Volk. Die würden niemals jemanden hinterherrennen mit "Please please please buy my sunglasses, beautiful watches, mon".  (sagen meine Bücher - mal sehen :P)
Was nicht heißt das sie ihren Service oder Waren nicht aktiv bewerben.. :).

Ich hatte mir den Namen vom den Armbrand Rasta vom ersten Tag gemerkt (Russel), als er uns dann neulich wieder ansprach begrüßte ich ihn mit "Hey Russel". Hat er sich gefreut der Rasta und als ich ihn erinnerte das wir schon ein Armband von ihn haben gab es nen Handschlag und "Ja Man, Later."

Ein echtes Jerkchicken ("mit alles" ^^ ) von einer der Holzhütten haben wir gestern mal probiert. Mit ner Art Grünkohl, Reis u Bohnen und halt einem würzig marinierten Gockel im Ölfaßgrill gebraten und am Knochen zerhackt, vermutlich mit einer rieseigen Machete - haben wir aber nicht gesehen :)  Wir hatten das Menü aufm Weg zum Grocery Markt bestellt, und als wir zurückkamen war alles in Styropor Packungen verpackt und ready to goah, man.

Heute waren wir spazieren und (fast) am westlichsten Punkt Jamaikas, ein Leuchtturm auf den Klippen. Das ist wenn überhaupt 1 km vom Bananas Garten weg. Leider war das Tor zu und der Leuchtturmmann nicht da (Sonntag). So gab es nur nen Foto von unten.

Zurück sind wir in die "LTU Bar" eingekehrt (nicht die deutsche Fluggesellschaft :P) und hatten Curryscampys,  Hummer und gefülltes Huhn 20m über den Klippen.

Opal, die gute Seele des Gartens kommt auch immer mal rum und erzählt was, macht die Hütte frisch mit nem Lied auf den Lippen und erklärt viel von Jamakanischen Gewohnheiten. Religion ist hier ein ganz großes Ding. Es gibt in keinem Land mehr Kirchen pro qm als in Jamaica. Viele sind christlich und neben einigen wenigen "Naturreligionen" gibt es viele kleinere christlich angelehnte. Wo  u.a. und ansich auch Rastafari dazugehört, die auch für sich Messen in bestimmten Kirchen halten. Allerdings ist das hier auch keine "offizielle" oder eingetragene Religion... Naja, könnt ihr ja auch bei Wikipedia nachlesen, man :)
Heute hatte bspw Asher, eine der anderen Angestellten frei um zur Kirche zu gehen und wohl so eine Art Fastenbrechen, mit gemeinsamen reinhauen nach dem Gospel-Gottesdienst.  Nächste Woche ist ja auch Aschermittwoch, Feiertag auf Jamaica.

Opal hatte Hoffnungen, dass wir helfen können ihre neue Universal Fernbedienung für ihren Fernseher zu programmieren. "Cause ya work wit di Computers;  My TV is almost like a Computa, ya knoaw,..."
 Leider war bei den 789 verschiedenen Codierungen keiner dabei der mit dem exotischen Fernseher sprechen wollte. Ich schick den Kinner vorbei. :P

Zu Besuch kommen öfter auch mal die beiden Hunde die auf den Garten aufpassen. Wobei ich irgendwie bezweifle, dass die beiden gute Wachhunde darstellen. Bellen tun die nur um die Wette, mit den Hunden von nebenan.

Tagsüber kann man auf unserer Veranda von allen Seiten aus der Nachbarschaft Reggae oder Dancehall hören. Wie aufm Zeltplatz beim Reggaefestival :P
Zum Sonnenuntergang können wir immer die Band bei Ricks Cafe hören. Im (englischsprachigen) Reiseführer war sie mit dem deutsch/jidiischen Wort "schmaltz" umschrieben :)  Ist aber keine schechte Band nur halt eher "verpopt" oder verweicht. Whitney hat uns übrigens von NY hierher verfolgt. Erst hat man sie dort überall gehört und gesehen und dann hat Ricks Band am ersten Abend zu Ihren Ehren einen zum besten gegeben. :) rip

So vergingen die Tage für Inga damit als Hebamme durchs Mittelalter zu laufen und ich verfrachtete als Englands meistgesuchter Haschischschmuggler der 70er-80er Tonnen von Marijuana von Thailand nach Europa und Kalifornien.  Zwischendurch legten wir aber die Bücher ab und machten uns einen Blue Mountain Kaffee ausm Supermarkt und guckten in den Garten oder versorgten unsere Moskitostiche, u.a. mit Buschmedizin: Aufgeschnitte Aloe Vera Pflanze draufreiben.

Gruß an alle

Bless.
Later, man.

Inga u Ralph


Jetzt endlch auch mal wieder mit Bildern. Eine kleine Auswahl der letzten Tage:

(hatte eigentlich noch mehr ausgesucht. aber das w-lan scheint hier über ein klingeldraht zu gehen... :P)
















Freitag, 17. Februar 2012

NY to Negril


Wir sind mittlerweile seit 1.5 Tagen auf Jamaica / in Negril in der ersten von 2 Unterkünften in denen wir hier nächtigen werden; Das/Der "Bananas Garden", ein Bed&Breakfast in Westend Negril.

W-Lan gibt es hier nur an der "Office" Hütte. Deshalb hier nun der handschriftlich vorgeschriebene Text vom wachwerden in NYC bis zum relaxen mit Red Stripe Bier auf der Veranda unserer "Breadfruit Cottage"...

Donnerstag 16.02.2012

3.00am - NYC: Der Wecker klingelt
4.00am - NYC: Checkout vom Hotel Casablanca; Mit Taxi zum JFK Airport. Der Taxifahrer is ein offensichtlich ziemlich gebildetet Pakistaner (Pakistani?) der u.a. Details zu deutscher und europäischer Politik zu erzählen hatte "What do you think about your Angela Merkel? She's throwing out all your Money to the other European Countrys right?!" Das Ratespiel aus welchen asiatischen Land er kommt haben wir verloren. nach 12 Versuchen sind wir dann doch noch auf Pakistan gekommen.  :P
5:10am - JFK: 75$ Übergewicht (Koffer, nicht wir) bezahlen und wundern wo die Mehr-Kilos auf einmal herkommen. Mehr als ein paar T-Shirts und geklaute Tassen ausm Hotel sind eigentlich nicht dazu gekommen. Naja.
6:00am - JFK: Abflug
9:30am - Montego Bay: Landen. Da die Start und Landebahn unmittelbar an der Küste ist, denkt man bis zuletzt man landet im Meer.
10:20am - MoBay: Feststellen dass unser eigentlicher Fahrer wohl verpennt hat. Unser neuer Freund, der für uns im Bananas Garden anrief und ganz zufällig Taxi-(Bus) Fahrer ist fährt uns dann mit seinem Taxibus für "nur" 20$ mehr als ursprünglich angesetzt. Aber war ein netter Typ. Während der Fahrt entlang der Nord- und Westküste nach Negril hab ich zwischendurch gefragt "Can you turn up some Music maybe?"  - "Ja Mon, Ja Man!" fast so als ob er auf die Frage gewartet/gehofft hat fing er an sein CD Case zu suchen "Which Jamaican Icon do you want to hear?".  Fast in den Gegenverkehr ziehend auf der intensiven Suche nach der passenden CD entschloß er sich dann doch kurz am Straßenrandzu halten "Sorry man".
Dann ging es weiter, mit Dennis Brown, Peter Tosh und Kollegen auf den Ohren bekamen wir einen ersten Eindruck von der Insel. Blaues Meer, grüne Hügel, Dörfer bestehend aus grün-rot-gelben Hütten, Rastamännern und Ziegenherden am Straßenrand.
~11.30am Ankunft in Negril am Bananas Garden. Die Hotel/Hüttenleitung Nicole begrüßte uns freundlich uns zeigt uns erstmal ihren Garten/Park und gibt Tipps zur Umgebung und Umgang mit den Locals..
Die Anlage ist im Grunde ein großer Garten (wie der Name schon sagt) und besteht aus allerlei Gewächs wie Frucht- und Obstbäumen, einen kleinen Fischteich, kleinen Pool und verstreut dadrin eine handvoll Hütten. Spartanisch aber sauber und großzügig(er als in NY) eingerichtet. Inkl. Veranda mit Chillstühlen, Küchenecke und "Tageslichtdusche".
Opal, eine der 2(?)  Putz/Garten/Koch Angestellten zeigte uns dann, während sie noch mit ihrer Kollegin Asher unsere Hütte sauber machte ("Come in, No Problem watching us work, mon") die Features der Hütte. Fenster mit Lamellen und Gaskocher erinnerten mich direkt an den Bulli in der Heimat :P
14/15.00h - Nach einem kleinen Schläfchen (wir hatten letzte Nacht, wenn überhaupt, 2 Stunden gepennt) besuchte uns Opal noch mal, setzte sich zu uns und erzählte im besten Jamaika Englisch (Patois) einiges über Jamaica, seine Kultur und Musik.
Erkenntniss(e) des Gesprächs - u.a.:
1.) Gentleman "is Big inna Jamaica - honestly, people goah crazy when he come - ja man - him good one"  (liebe Eltern, das ist ein deutscher Reggae Sänger.  :D )
2.) Wenn Jamaikaner nicht genug Geld (u.a.) auf Kante haben, dürfen sie nicht ausreisen. Nicht mal für 2 Wochen Urlaub. Opal hat uns erklärt, dass sie mal nach New York wollte. Aber weil sie a.) kein Auto hat, b.) nicht genug Geld und c.) keine Kinder wurde es ihr von den Behörden nicht erlaubt.  Gefangen im Paradies?!
Ja, man braucht kein Auto, denn nach New York zu fahren is ja relativ kompliziert, aber das ist halt eine der (willkürlichen) Hürden der Behörden. "It's crazy mon, but true, honestly"
.
Sie wird uns die Tage mal ordentlich einen auf Jamaikanisch kochen hat sie uns versprochen. Das wird bestimmt ein Gaumenfest.
Wir quatschten dann noch ein bißchen und sie freute sich über meine  (Reggae-)Playlist vom Handy; Konnte jedes zweite Lied mitsingen - JaggediJau. "This good music, ja man"  ("Ja Man" is so ungefähr das howyouredoing von New York :P). Die benutzen das zur Begrüßung, Verabschiedung oder einfach mal so hinten am Satz gehangen  Gerne auch "bless" (Gott/Jah segne dich) oder einfach nur "Yess".

Unser erstes RedStripe (Bier Nummer eins auf Jamaika, das durchaus mit dem geliebten, heimischen Pilsener mithalten kann) genießend wagten wir dann den ersten Schritt raus aus dem Garten.  Erst sind wir dann statt zum Wise Choice "Supermarkt" (große Holzhütte) zu einer Bar die so ähnlich hieß um Wasser zu kaufen. War natürlich 3mal teurer als im Grocery Store...
Am Eingang des weltberühmten "Rick's Cafe" hat uns ein Rastamann dann noch 2 supergünstige, aber auch schöne Armbänder angedreht. Das Rick's ist direkt an/auf den Klippen von Negril, man kann den Jungs beim Klippenspringen und der Reggaeband beim Reggae machen zugucken.
War ziemlich voll, weil wir kurz vorm Sonnenuntergang da waren. Haben dort dann noch diniert (Fisch und Huhn) und sind dann, nach dem die Sonne weg war, zurück zum 20m entfernten Bananen Garten :)

Heute (Freitag) sind wir eigentlich den ganzen Tag im Garten und an unserer Hütte geblieben bis auf zwei Ausflüge zum (richtigen) Supermarkt. NY war ganz schön anstrengend, dass hatten wir aber dann ganz schnell vergessen. :P

Haben leider die Kamera in unserer Hütte liegen gelassen, die ersten Fotos von Jamaica reichen wir also nach.

Ja Man. Bless.

Inga u Ralph





Mittwoch, 15. Februar 2012

If I can make it there, I'm gonna make it anywhere...

....It's up to you, New York, Neeww Yoohorrk.

Da wir erst spät von unserer kleinen Restegucken-Runde zurück waren und wir in 2.5 Stunden schon wieder raus müssen nur ganz kurz in Stichworten was heute war:


  • Mit Subway zum Bügeleisenhaus, dann zu Fuß die 5th Av. lang bis zum
  • Washington Square, das liegt in der Ecke Greenwich / SoHo. Das ist so das Künstler und Studenten Viertel der Stadt. Weiter zum
  • Plattenladen "Other Music", in dem zufällig deutsche Musik lief die wir nicht kannten. Der Text handelte von Problemen wenn man versucht sich beim Twist (tanzen) zu küssen.  Als ich das dem Plattenladenmann übersetz hab, fand er das schlicht "Awesome" :P
  • Dann kehrten wir auf dem weg zum Hudson River in ein kleines Café (Sweet Revenge) ein was im Reiseführer empfohlen war. NY Cupcakes essen.
  • Am Fluß in dem Captain Sully vor ner Weile sein Fulgzeug geparkt hat ging es dann ein paar Blocks nach Norden bis zum "High Walk". Der heißt nicht wegen der Hippies so, sondern weil es eine alte Hochbahn-Strecke ist, die jetzt ein 2 Meilen langer, begrünter Hochweg durch die Stadt ist.
  • Im Chaos Kaufhaus Macys haben wir dann noch ein bißchen geshoppt. Schön is anders. Pro Kunde gibt es gefühlt einen Mitarbeiter. Aber die hängen nur ab und quatschen. An den Kassen waren dann nur jeweils 1-2 Kassierer und 10-20 Kunden in der Schlange. Das nennt man dann Kundenbindung oder auf neudeutsch Customer Relation...
  • Nach dem Dinner beim Italiener der uns neulich ne Stunde warten lassen wollte haben wir dann Spiderman durch ein Theater am Broadway fliegen sehen. Angenehm wenig Gesang für ein Musical und viel Äkktschhn wie der Ex-Chef von Californien sagen würde.
  • Ein würdiger Abschluß der NY Tour war dann der nächtliche Blick vom 259m hohen Rockefeller Center runter auf die leuchtende Stadt.  Da guckse.

Ob Jamaica schon Internet kennt wissen wir nicht. Wenn also erst mal nichts kommt, sind wir entweder mit Cpt Sully im Hudson gelandet, oder suchen noch W-Lan in Negril :P

Grüße in die Heimat

Inga and Ralph

Wie immer noch ein paar Bilder.










Selbstportraits sind unsere Spezialität :P