Mittwoch, 22. Februar 2012
Johnmaica#1
Nachdem der Montag entpannt an unserer Hütte vorbeizog stand Gestern, am Dienstag die erste von drei Touren mit Johnmaica an die wir schon vorab gebucht hatten. Ein deutsch-jamaikanisches Paar, Anita und John, holten uns schon um halb acht an den Toren des Banana Gates mit ihrem Toyota Minibus ab.
Von Hotels am 7-Miles-Beach holten wir noch ein paar Schweizer Pauschaltouristen und 1 junges Mannheimer Paar ab und fuhrn dann über Landstraßen zunächst ganz kurz beim Geburts- und Begräbnis-Ort von Peter Tosh vorbei welches auf dem Weg lag. Soll sich wohl nicht lohnen reinzugehen. Es hängen ein paar Schallplatten und Cannabis an der Wand und Peters Mutter, die dort noch wohnt, erzählt wie schlecht es ihr geht, trotz des Weltruhms ihres Sohnes. Also nur kurz halten, knippsen und weiter.zum ersten Ziel, den YS-Wasserfällen.Die sind auf einem riesigen Privatgelände (das ursprünglich mal 2 Engländern mit den Initialien Y und S gehörte) mit großen hügeligen Wiesen auf denen Rinder zwischen Urwaldbäumen grasten die sogar die Schweizer beindrucken konnten :P Das waren Meat-Cows. Frage mich woraus andere Rinder bestehen.
Der Johnmaica Bus musste am Eingang abgestellt werden und dann wurden wir, als eine der ersten Besuchergruppen mit einem Hänger der an einem Traktor hing zur Ecke gefahren wo die Wasserfälle sind. Eine Parkanlage mit englisch geschnittenen Rasen, Picnic Bänken und Naturwasser Pools luden Touristen aus aller Welt zu Fotoorgien ein :D
Die Fälle selber konnte man an Holztreppen und Stegen hochlaufen. Zwischen den einzelnen kleinen Fällen waren dunkel blaue Naturpools in denen man planschen konnte. Die Stunde Freiheit die uns Anita erlaubte (^^) reichte aus,und schließlich hatten wir noch Meter zu machen.
Die nächste Station versprach ungenierten Rausch am Vormittag, es ging Serpentinenartig über Buschberge zur Appleton Rumfabrik. Die liegt da, um immer frisches Wasser von den Buschbergquellen vor der Tür zu haben. Damit das auch lustig wird, gab es von John an der Theke erstmal einen Rumpunsch für jeden. Ja Man. Bei einer kleinen Führung durchs Gelände, Fabrik und Lagerhallen wurden die einzelnen Rumherstellungsvorgänge, vom Zuckerrohr bis zum gereiften Rum erklärt.
Am Ende konnten wir uns dann noch durch das bunte Sortiment die Appleton anbietet durchprobieren. Es gibt einen ungelagerten, hochprozentigen der in jeder Hütte in Jamaika zu finden ist und nur "Da Doctor" genannt wird. Damit kann man Mückenstiche kühlen, Schnupfnasen befreien und wahrscheinlich auch Schmerz stillen, von innen.
Nach der rundum runden Rumführung rund um die Rumfabrik fuhr der Johnmaica Van weiter, die hügeligen Buschberge wieder runter zur (Süd)küste bis nach Black River. Dort gab es Mittag und anschließend, nachdem
John und Anita in Windeseile die Essensreste ("für die Hunde") zusammengeklaubt hatten, eine Alligagtorsafari auf dem Black River River. Der heißt so wegen des torfartigen Bodens, der den Fluß ziemlich dunkel erscheinen lässt.
Der Captain kannte jeden Kroko mit Namen (Hermann the German, Philip, Josephine...) und wußte genau wer wo wann rumhängt. An einer Stelle ging Captain C kurz schwimmem, weil da kein Krokodil sein Revier hat, hoffte er. Anita hat erzählt, dass mal eine Frau in der Rumfabrik zuvor reichlich zugelangt hatte und dann große Lust hatte direkt bei den Krokodilen schwimmen zu gehen. Just for fun.
Die Rückfahrt ging teilweise durch die Bamboo Avenue, eine 3km lange Allee mit riesigen Bambusgewächsen links und rechts. Ansonsten viele kleine Holzhütten-Dörfer, dazwischen immer wieder mal Villenartige Häuser, überall Straßenverkäufer. Anita erzählte eine Geschichte, in der eine Dame sich fürchterliche darüber aufregte, dass doch überall direkt an der Straße Drogen verkauft würden...diese Drogen, stellte sich dann nach weiterer Nachfrege heraus, waren Peanuts, die der Peanutmann in kleinen Portionen (Tütchen) verkauft. Ob diese Dame die gleiche war, die mit Krokodilen schwimmen wollte, blieb ungeklärt...
Morgen ziehen wir um zum nächsten Hotel und zum Abschied gibt es heute Abend Jamaikanisches von Opal in der Banana Garden Küche gekocht.
Bis dahin.
I u R
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