Wir sind mittlerweile seit 1.5 Tagen auf Jamaica / in Negril in der ersten von 2 Unterkünften in denen wir hier nächtigen werden; Das/Der "Bananas Garden", ein Bed&Breakfast in Westend Negril.
W-Lan gibt es hier nur an der "Office" Hütte. Deshalb hier nun der handschriftlich vorgeschriebene Text vom wachwerden in NYC bis zum relaxen mit Red Stripe Bier auf der Veranda unserer "Breadfruit Cottage"...
Donnerstag 16.02.2012
3.00am - NYC: Der Wecker klingelt
4.00am - NYC: Checkout vom Hotel Casablanca; Mit Taxi zum JFK Airport. Der Taxifahrer is ein offensichtlich ziemlich gebildetet Pakistaner (Pakistani?) der u.a. Details zu deutscher und europäischer Politik zu erzählen hatte "What do you think about your Angela Merkel? She's throwing out all your Money to the other European Countrys right?!" Das Ratespiel aus welchen asiatischen Land er kommt haben wir verloren. nach 12 Versuchen sind wir dann doch noch auf Pakistan gekommen. :P
5:10am - JFK: 75$ Übergewicht (Koffer, nicht wir) bezahlen und wundern wo die Mehr-Kilos auf einmal herkommen. Mehr als ein paar T-Shirts und geklaute Tassen ausm Hotel sind eigentlich nicht dazu gekommen. Naja.
6:00am - JFK: Abflug
9:30am - Montego Bay: Landen. Da die Start und Landebahn unmittelbar an der Küste ist, denkt man bis zuletzt man landet im Meer.
10:20am - MoBay: Feststellen dass unser eigentlicher Fahrer wohl verpennt hat. Unser neuer Freund, der für uns im Bananas Garden anrief und ganz zufällig Taxi-(Bus) Fahrer ist fährt uns dann mit seinem Taxibus für "nur" 20$ mehr als ursprünglich angesetzt. Aber war ein netter Typ. Während der Fahrt entlang der Nord- und Westküste nach Negril hab ich zwischendurch gefragt "Can you turn up some Music maybe?" - "Ja Mon, Ja Man!" fast so als ob er auf die Frage gewartet/gehofft hat fing er an sein CD Case zu suchen "Which Jamaican Icon do you want to hear?". Fast in den Gegenverkehr ziehend auf der intensiven Suche nach der passenden CD entschloß er sich dann doch kurz am Straßenrandzu halten "Sorry man".
Dann ging es weiter, mit Dennis Brown, Peter Tosh und Kollegen auf den Ohren bekamen wir einen ersten Eindruck von der Insel. Blaues Meer, grüne Hügel, Dörfer bestehend aus grün-rot-gelben Hütten, Rastamännern und Ziegenherden am Straßenrand.
~11.30am Ankunft in Negril am Bananas Garden. Die Hotel/Hüttenleitung Nicole begrüßte uns freundlich uns zeigt uns erstmal ihren Garten/Park und gibt Tipps zur Umgebung und Umgang mit den Locals..
Die Anlage ist im Grunde ein großer Garten (wie der Name schon sagt) und besteht aus allerlei Gewächs wie Frucht- und Obstbäumen, einen kleinen Fischteich, kleinen Pool und verstreut dadrin eine handvoll Hütten. Spartanisch aber sauber und großzügig(er als in NY) eingerichtet. Inkl. Veranda mit Chillstühlen, Küchenecke und "Tageslichtdusche".
Opal, eine der 2(?) Putz/Garten/Koch Angestellten zeigte uns dann, während sie noch mit ihrer Kollegin Asher unsere Hütte sauber machte ("Come in, No Problem watching us work, mon") die Features der Hütte. Fenster mit Lamellen und Gaskocher erinnerten mich direkt an den Bulli in der Heimat :P
14/15.00h - Nach einem kleinen Schläfchen (wir hatten letzte Nacht, wenn überhaupt, 2 Stunden gepennt) besuchte uns Opal noch mal, setzte sich zu uns und erzählte im besten Jamaika Englisch (Patois) einiges über Jamaica, seine Kultur und Musik.
Erkenntniss(e) des Gesprächs - u.a.:
1.) Gentleman "is Big inna Jamaica - honestly, people goah crazy when he come - ja man - him good one" (liebe Eltern, das ist ein deutscher Reggae Sänger. :D )
2.) Wenn Jamaikaner nicht genug Geld (u.a.) auf Kante haben, dürfen sie nicht ausreisen. Nicht mal für 2 Wochen Urlaub. Opal hat uns erklärt, dass sie mal nach New York wollte. Aber weil sie a.) kein Auto hat, b.) nicht genug Geld und c.) keine Kinder wurde es ihr von den Behörden nicht erlaubt. Gefangen im Paradies?!
Ja, man braucht kein Auto, denn nach New York zu fahren is ja relativ kompliziert, aber das ist halt eine der (willkürlichen) Hürden der Behörden. "It's crazy mon, but true, honestly"
.
Sie wird uns die Tage mal ordentlich einen auf Jamaikanisch kochen hat sie uns versprochen. Das wird bestimmt ein Gaumenfest.
Wir quatschten dann noch ein bißchen und sie freute sich über meine (Reggae-)Playlist vom Handy; Konnte jedes zweite Lied mitsingen - JaggediJau. "This good music, ja man" ("Ja Man" is so ungefähr das howyouredoing von New York :P). Die benutzen das zur Begrüßung, Verabschiedung oder einfach mal so hinten am Satz gehangen Gerne auch "bless" (Gott/Jah segne dich) oder einfach nur "Yess".
Unser erstes RedStripe (Bier Nummer eins auf Jamaika, das durchaus mit dem geliebten, heimischen Pilsener mithalten kann) genießend wagten wir dann den ersten Schritt raus aus dem Garten. Erst sind wir dann statt zum Wise Choice "Supermarkt" (große Holzhütte) zu einer Bar die so ähnlich hieß um Wasser zu kaufen. War natürlich 3mal teurer als im Grocery Store...
Am Eingang des weltberühmten "Rick's Cafe" hat uns ein Rastamann dann noch 2 supergünstige, aber auch schöne Armbänder angedreht. Das Rick's ist direkt an/auf den Klippen von Negril, man kann den Jungs beim Klippenspringen und der Reggaeband beim Reggae machen zugucken.
War ziemlich voll, weil wir kurz vorm Sonnenuntergang da waren. Haben dort dann noch diniert (Fisch und Huhn) und sind dann, nach dem die Sonne weg war, zurück zum 20m entfernten Bananen Garten :)
Heute (Freitag) sind wir eigentlich den ganzen Tag im Garten und an unserer Hütte geblieben bis auf zwei Ausflüge zum (richtigen) Supermarkt. NY war ganz schön anstrengend, dass hatten wir aber dann ganz schnell vergessen. :P
Haben leider die Kamera in unserer Hütte liegen gelassen, die ersten Fotos von Jamaica reichen wir also nach.
Ja Man. Bless.
Inga u Ralph